• Michaela Wiese

Zum 3-Sterne-Team ***

Aktualisiert: 13. Dez 2020





Was sind die Gelingens Bedingungen für gute Teamarbeit? Was hält Teams zusammen? Worin unterscheiden sich Teams die gerne miteinander arbeiten von denen die lieber davon laufen würden? Jeder von Ihnen hat vermutlich Erfahrungen mit beiden "Teamzuständen" gemacht.


In Teamtagen und Supervisionen arbeite ich mit den Teams schrittweise an folgenden „3 Sternen“, wenn es um die Art und Weise der Zusammenarbeit geht:


1. Stern (gelb): Ziele. Ein Team definiert sich vor allem über das gemeinsame Ziel. Im Alltag werden diese Ziele häufig vergessen und es macht, gerade bei Teamkonflikten, Sinn diese gemeinsamen Ziele zu definieren bzw. zu erinnern. Die smarten Kriterien sind für diesen Arbeitsschritt hilfreich. Demnach sollen Zielformulierungen folgende Kriterien aufweisen: Sie sollten Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminiert und Erreichbar sein.


Ein weiterer entscheidender Faktor für gelingende Zusammenarbeit ist das Arbeitsklima. Nach dem Twin-Star-Modell der Autoren Ben Furman und Tapani Ahola bringen Teams, die konstruktiv miteinander arbeiten, sowohl die förderlich-positiven als auch die hinderlich-negativen Aspekte der Zusammenarbeit zur Sprache.


2. Stern (blau): die förderlich-positiven Aspekte der Arbeit. Dazu zählen: Anteilnahme, Spaß, Erfolg und Wertschätzung. Zu jedem Aspekt werden Fragen gestellt, zum Beispiel zum Aspekt "Wertschätzung": „Wie kann jeder auf seine Weise dazu beitragen, dass die Kollegen und Kolleginnen das Gefühl haben, ihre Arbeit wird geschätzt?“


3. Stern (grün): die hinderlich-negativen Aspekte der Arbeit. Dazu zählen: Kritik, Probleme, Rückschläge und Kränkungen. Eine beispielhafte Frage zum Bereich "Kritik": „Auf welche Art kann Kritik konstruktiv geäußert werden?“

Teams, die sowohl die positiven als auch die belastenden Aspekte der Teamarbeit benennen können, weisen ein besseres Arbeitsklima auf und haben weniger Fluktuation am Arbeitsplatz.





Mein Tipp: Stellen Sie die 3 Sterne der Zusammenarbeit in Ihrem Team vor und erfragen Sie (vielleicht auch mit Hilfe externer Moderation) die jeweiligen Bedarfe der Teammitglieder:

· „Welche Bereiche sind im Team gut ausgeprägt? Welche weniger oder gar nicht?“

· „An welchen Aspekten möchten wir arbeiten?“

· Sie können in einem ersten Schritt Klebepunkte für die eizelnen Aspekte vergeben lassen, um so herauszufinden, wo Austausch- und Handlungsbedarf besteht!


Michaela Wiese vom Institut für Teamkultur



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